Bestehendes verstehen. Zukunftsfähig weiterbauen.
Bestandsgebäude sind so unterschiedlich wie ihre Geschichte. Gebäudestrukturen und technische Anlagen wurden über Jahre oder Jahrzehnte genutzt, verändert und erweitert. Pläne und Dokumentationen entsprechen dabei nicht immer dem tatsächlich vorgefundenen Zustand. Eine sorgfältige Bestandsaufnahme ist deshalb die Grundlage jeder weiteren Planung.
Ob Modernisierung, energetische Sanierung, Umbau oder Erweiterung – wir entwickeln technische Konzepte, die vorhandene Strukturen sinnvoll einbeziehen und Gebäude fit für die Zukunft machen. Dabei betrachten wir Funktionalität, Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und die Anforderungen der zukünftigen Nutzung gemeinsam.
Unsere Leistungen beim Bauen im Bestand
Bestandsaufnahme und Bewertung
Wir erfassen und analysieren die vorhandene Technische Gebäudeausrüstung. Zustand, Leistungsfähigkeit, Leitungswege, Platzverhältnisse und Möglichkeiten zur weiteren Nutzung vorhandener Anlagen bilden die Grundlage für eine belastbare Planung.
Sanierung und Modernisierung
Nicht jede vorhandene Anlage muss ersetzt werden. Wir prüfen, welche Komponenten erhalten oder angepasst werden können und wo eine Erneuerung technisch oder wirtschaftlich sinnvoll ist. Daraus entwickeln wir ein auf das Gebäude abgestimmtes Gesamtkonzept.
Energetische Optimierung
Bestandsgebäude bieten häufig erhebliche Potenziale zur Senkung des Energieverbrauchs. Wir untersuchen Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Elektrotechnik und entwickeln Lösungen für einen energieeffizienten und wirtschaftlichen Gebäudebetrieb.
Erneuerbare Energien integrieren
Wärmepumpen, Photovoltaik und weitere regenerative Systeme können auch im Bestand einen wichtigen Beitrag zur zukünftigen Energieversorgung leisten. Wir untersuchen die technischen Voraussetzungen und integrieren geeignete Systeme in die vorhandene Gebäudetechnik.
Umbau und veränderte Nutzung
Neue Raumaufteilungen oder Nutzungen verändern häufig auch die Anforderungen an Heizung, Lüftung, Sanitär- und Elektrotechnik. Wir passen die technische Infrastruktur an die zukünftige Nutzung an und berücksichtigen dabei die Möglichkeiten und Grenzen des bestehenden Gebäudes.
Bauen bei laufendem Betrieb
Schulen, Verwaltungsgebäude, Wohngebäude oder andere Einrichtungen können während einer Sanierung häufig nicht vollständig außer Betrieb genommen werden. Wir berücksichtigen Bauabschnitte, Umschlüsse, Provisorien und notwendige Betriebsunterbrechungen bereits in der Planung.
Vom Bestand zum zukunftsfähigen Gebäude
Bauen im Bestand umfasst unterschiedliche Maßnahmen. Eine Instandsetzung stellt die Funktionsfähigkeit vorhandener Anlagen wieder her. Bei einer Modernisierung werden technischer Standard, Komfort oder Energieeffizienz verbessert. Eine Sanierung dient der umfassenderen Beseitigung von Mängeln und der Ertüchtigung eines Gebäudes. Umbauten verändern vorhandene Strukturen oder Nutzungen, während Erweiterungen zusätzliche Gebäudeflächen schaffen.
Für die Technische Gebäudeausrüstung greifen diese Maßnahmen häufig ineinander. Entscheidend ist deshalb nicht die einzelne Bezeichnung, sondern ein schlüssiges Gesamtkonzept: Was ist vorhanden? Was kann erhalten werden? Was muss erneuert werden? Und welche technische Lösung erfüllt die Anforderungen an das Gebäude langfristig?
Unsere Aufgabe sehen wir darin, diese Fragen frühzeitig und nachvollziehbar zu beantworten. Wir begleiten Bauherren von der Bestandsaufnahme und Variantenuntersuchung über die Planung und Vergabe bis zur Bauüberwachung und Abnahme.
Alle Bilder stammen aus dem Referenzprojekt »Ernst-Moritz-Roth-Grundschule/Bürgerzentrum Dattenfeld«. Weitere Informationen.
Häufig gestellte Fragen
Bauen im Bestand umfasst Baumaßnahmen an bereits vorhandenen Gebäuden. Dazu gehören unter anderem Instandsetzung, Modernisierung, Sanierung, Umbau und Erweiterung. Die Maßnahmen können einzelne technische Anlagen ebenso betreffen wie die umfassende Weiterentwicklung eines Gebäudes.
Bauen im Bestand ist der weiter gefasste Begriff. Eine Sanierung ist eine mögliche Maßnahme innerhalb des Bauens im Bestand. Darüber hinaus gehören beispielsweise Modernisierungen, Umbauten, Nutzungsänderungen und Erweiterungen dazu.
Gerade bei älteren Gebäuden entsprechen vorhandene Pläne und Dokumentationen nicht immer dem tatsächlichen Zustand. Anlagen, Leitungswege, verfügbare Leistungen und Platzverhältnisse müssen deshalb möglichst früh erfasst und bewertet werden. Sie bilden die Grundlage für eine sichere und wirtschaftliche Planung.
Nein. Wir prüfen, welche Anlagen und Komponenten sinnvoll weiter genutzt oder angepasst werden können. Alter, Zustand, Energieeffizienz, Ersatzteilversorgung und zukünftige Anforderungen spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Wirtschaftlichkeit.
Häufig ja. Insbesondere bei Schulen, Verwaltungsgebäuden oder Wohngebäuden können Maßnahmen abschnittsweise umgesetzt werden. Bauphasen, Provisorien, Umschlüsse und notwendige Betriebsunterbrechungen sollten dann bereits frühzeitig in die Planung einbezogen werden.
Ja, sofern die technischen Voraussetzungen gegeben sind. Entscheidend sind unter anderem Wärmebedarf, erforderliche Systemtemperaturen, vorhandene Wärmeübergabesysteme, elektrische Infrastruktur und die mögliche Wärmequelle. Deshalb sollte vor der Entscheidung eine Untersuchung des Gebäudes und seiner Anlagentechnik erfolgen.